08. Februar 2025 I Kategorie: FamilienrechtTrennungsgrund im Scheidungsantrag: Neue Anforderungen

In Scheidungsverfahren ist die Darlegung des Trennungsgrundes von zentraler Bedeutung. Während früher die einfache Erklärung, getrennt zu leben, oft ausreichte, zeigen aktuelle Urteile, dass Gerichte zunehmend strengere Anforderungen an den Nachweis der Trennung stellen. Wer eine Scheidung einreichen möchte, sollte sich daher frühzeitig über die neuen Voraussetzungen informieren.
Welche Änderungen ergeben sich aus der aktuellen Rechtsprechung?
Nach § 1565 BGB ist eine Ehe nur dann zu scheiden, wenn sie als gescheitert gilt. Bisher wurde dieses Scheitern in der Regel durch das Getrenntleben für mindestens ein Jahr nachgewiesen. Die aktuelle Rechtsprechung verlangt jedoch detailliertere Angaben dazu, inwiefern die eheliche Lebensgemeinschaft tatsächlich nicht mehr besteht. Allgemeine Aussagen wie „Wir leben getrennt“ reichen in vielen Fällen nicht mehr aus.
Höhere Anforderungen an den Nachweis der Trennung
Gerichte erwarten zunehmend genauere Angaben zur tatsächlichen Trennung innerhalb oder außerhalb der gemeinsamen Wohnung. Dies umfasst Aspekte wie getrennte Kontoführung, Haushaltsaufteilung und das Fehlen gemeinsamer Aktivitäten. Fachanwalt für Familienrecht Stefan Haschka aus Augsburg rät dazu, schon frühzeitig alle relevanten Nachweise zu sammeln, um Verzögerungen im Scheidungsverfahren zu vermeiden.
Konflikte durch widersprüchliche Aussagen des Ehepartners
In einigen Fällen kann es vorkommen, dass ein Ehepartner die Trennung bestreitet oder angibt, eine Versöhnung sei möglich. Dies kann zu erheblichen Verzögerungen im Verfahren führen. Wer in einer solchen Situation steckt, sollte sich anwaltlich beraten lassen, um den Trennungszeitpunkt gerichtsfest nachweisen zu können. Rechtsanwalt Stefan Haschka unterstützt seine Mandanten dabei, ihre Ansprüche klar darzulegen und eine reibungslose Scheidung zu ermöglichen.
Was bedeutet die neue Rechtsprechung für strittige Scheidungen?
Besonders in Fällen, in denen ein Partner sich gegen die Scheidung stellt, kommt es auf eine präzise Argumentation an. Die neuen Anforderungen führen dazu, dass Richter sich intensiver mit den Trennungsumständen auseinandersetzen. Eine rechtlich fundierte Begründung im Scheidungsantrag kann daher entscheidend sein, um eine unnötige Verlängerung des Verfahrens zu vermeiden.
Fazit: Sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend
Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass Scheidungsanträge gut vorbereitet sein müssen, um gerichtlichen Anforderungen zu genügen. Wer sich frühzeitig um eine klare Beweislage kümmert, vermeidet Verzögerungen und zusätzliche Belastungen. Eine Beratung durch einen erfahrenen Fachanwalt für Familienrecht wie Stefan Haschka kann helfen, den Prozess effizient zu gestalten und unerwartete Hürden zu umgehen.